
Unser Photovoltaik-Projekt: Ein starkes Signal für Nachhaltigkeit
Die TSV Rot-Weiß Auerbach übernimmt Verantwortung – im Sport, für die Gemeinschaft und zunehmend auch für Umwelt
und Energiezukunft. Mit einem mehrstufigen Photovoltaik-Projekt auf den vereinseigenen Gebäuden setzt der Verein ein
deutliches Zeichen: Sportvereine können einen aktiven Beitrag zur Energiewende leisten und gleichzeitig ihre
finanzielle Stabilität stärken.
Insgesamt umfasst das Solarprojekt vier Gebäude und folgt dem Leitgedanken, ökologische Verantwortung,
wirtschaftliche Vernunft und regionale Zusammenarbeit zu verbinden.
Ausgangslage – warum die TSV auf Solarenergie setzt
Im Spätherbst 2024 startete die TSV mit konkreten Planungen zur Installation von Photovoltaikanlagen auf den
vereinseigenen Gebäuden. Ziel war es, den steigenden Energiekosten entgegenzuwirken, durch Eigenverbrauch und
Einspeisung Einnahmen zu generieren und gleichzeitig einen Beitrag zur Energiewende zu leisten.
Im Fokus standen zunächst die Gebäude C und D, da bei Gebäude A eine Dachsanierung
ansteht und bei Gebäude B bauliche Entscheidungen noch ausstehen. Zur fachlichen Bewertung wurden zwei erfahrene
Solarberater aus Bensheim hinzugezogen, einer davon TSV-Mitglied.
Gebäude C – vereinseigene PV-Anlage (seit Februar 2025 in Betrieb)
Auf Gebäude C wurde eine eigene Photovoltaikanlage der TSV installiert. Ziel ist es, den Eigenverbrauch
des Vereins zu steigern, Einspeiseerträge zu generieren und den Netzbezug deutlich zu reduzieren.
Die Installation erfolgt auf der Südseite des Daches – abgestimmt auf die bestehende Solarthermieanlage und
Dachfenster, um die verfügbare Fläche optimal zu nutzen.
Kennzahlen Gebäude C
- 48 Module · 21,60 kWp Gesamtleistung
- Batteriespeicher: 16,6 kWh
- Investitionssumme: ca. 30.000 €
- Förderung Kreis: 3.000 €
- Förderung LSBH: 2.000 € (Speicher)
- Spende: 25.000 €
Wirkung & Wirtschaftlichkeit
- Jährliche Produktion: ca. 22.200 kWh
- Eigenverbrauch: ca. 8.900 kWh
- Einspeisung: ca. 13.300 kWh
- Einspeisevergütung: ca. 950 €/Jahr
- Stromkosteneinsparung: ca. 2.580 €/Jahr
- Netzbezug: Reduktion auf ca. 2.100 kWh
- Amortisation: ca. 7,5 Jahre
Zeitlicher Verlauf
- Planung: Herbst 2024
- Installation Module: Anfang Februar 2025
- Einbindung Gebäude C: Februar 2025
- Einbindung Gebäude A (inkl. Wandlerschrank): Ende Februar / Anfang März 2025
Gebäude D – Bürgerbeteiligung mit der Energiegenossenschaft Starkenburg
Für Gebäude D hat sich die TSV bewusst für ein kooperatives Modell entschieden: Das Dach wird an die
Energiegenossenschaft Starkenburg verpachtet. Die Genossenschaft übernimmt Planung, Bau, Betrieb,
Wartung und Versicherung der Anlage – der erzeugte Strom wird vollständig in das öffentliche Netz eingespeist.
Dieses Modell verbindet ökologische Wirkung mit sozialer Verantwortung: Die TSV erhält verlässliche Pachterlöse
und günstigeren Strombezug für das Gebäude, Mitglieder können sich direkt an der Energiewende beteiligen – und die
Wertschöpfung bleibt in der Region.
Modell Gebäude D
- Verpachtung: 20 Jahre an die Energiegenossenschaft
- Stromerzeugung: ca. 45.000 kWh/Jahr (Volleinspeisung)
- Pacht: 245 €/Monat oder einmalig 4.410 €
- Strompreis für die TSV: 19 ct/kWh fix für 20 Jahre
- Einsparung: ca. 800 €/Jahr bei den Stromkosten
Beteiligung für Mitglieder
TSV-Mitglieder können sich über die Energiegenossenschaft Starkenburg am Projekt beteiligen. Die Beteiligung
erfolgt außerhalb des Vereins, stärkt aber die Energiewende vor Ort.
- Mitgliedschaft in der Energiegenossenschaft
- Finanzielle Beteiligung über Geschäftsanteile und Darlehen
- Aussicht auf Dividende und Verzinsung
Gebäude A – Perspektive nach der Dachsanierung
Auf Gebäude A kann derzeit keine PV-Anlage installiert werden, da das Dach asbesthaltig ist und eine Sanierung
erforderlich macht. Im Anschluss kann geprüft werden, in welcher Form auch hier eine Zusammenarbeit – voraussichtlich erneut mit der Energiegenossenschaft Starkenburg – sinnvoll ist. Besonders die Gaststätte könnte künftig von einem langfristig
günstigen Strompreis (z. B. 19 ct/kWh) profitieren.
Gebäude B – Option nach baulicher Klärung
Gebäude B verfügt über ein gutes Photovoltaik-Potenzial. Ein separater Zähler und ein vergleichsweise hoher Verbrauch
von rund 13.000 kWh/Jahr sprechen für eine PV-Anlage mit Eigenverbrauch, ggf. inklusive Batteriespeicher.
Sinnvoll ist eine Umsetzung jedoch erst, wenn entschieden ist, ob der Sanitärtrakt aufgestockt wird. In einer
späteren Ausbaustufe könnte hier auch eine Wärmepumpe mit PV-Strom versorgt werden.
Fazit – gelebte soziale Verantwortung und Klimaschutz
Die TSV Rot-Weiß Auerbach hat in kurzer Zeit ein durchdachtes, wirtschaftlich sinnvolles und ökologisch wirksames
Photovoltaikprojekt auf den Weg gebracht. Gebäude C ist bereits am Netz, Gebäude D folgt 2025 als
Bürgerbeteiligungsprojekt. Gebäude A und B bleiben mittelfristig im Blick.
Damit leistet die TSV nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz, sondern stärkt auch ihre finanzielle Basis und zeigt,
wie soziale Verantwortung im Verein konkret aussehen kann: durch nachhaltige Infrastruktur,
regionale Kooperationen und die Einbindung der eigenen Mitglieder.
Soziale Verantwortung bedeutet für uns, heute Entscheidungen zu treffen, die morgen Wirkung entfalten – für
unseren Verein, unsere Mitglieder und unsere Region.









