Fünf Bensheimer Vereine beraten beim Winzerfest über die Zukunft des Sports

Beim „Tag der Vereine“ auf dem Bensheimer Winzerfest haben sich am Donnerstagabend Vertreterinnen und Vertreter der fünf Vereine getroffen, die im Frühjahr gemeinsam den Bensheimer Sporthallen-Gipfel initiiert hatten. Die DJK-SSG Bensheim, die TSV Rot-Weiß Auerbach, der TV Bensheim, der VfL Bensheim und der VfR Fehlheim tauschten sich in geselliger Runde über die aktuelle Hallensituation und die Perspektiven für den Sportstandort Bensheim aus.

Im Mittelpunkt stand der Bericht über den Besuch der Schwalbe Arena in Gummersbach. Eine Delegation mit dem Ersten Stadtrat Frank Daum, dem VfL-Basketball-Abteilungsleiter Christian Roth und Flames-Geschäftsführer sowie TSV-Handball-Abteilungsleiter Jan Siefert hatte die rund 4.100 Zuschauer fassende Multifunktionshalle zuvor besichtigt.

Die seit 2013 bestehende Arena ist Heimspielstätte des VfL Gummersbach. Durch ihre beweglichen Tribünenelemente kann die Halle flexibel an unterschiedliche Anforderungen angepasst werden – vom Sportbetrieb bis hin zu größeren Veranstaltungen. Die Tribünen lassen sich weitgehend zusammenschieben, sodass der Innenraum auch für andere Veranstaltungsformate genutzt werden kann.

Jan Siefert berichtete, dass eine moderne Halle nicht allein durch den Sportbetrieb getragen werden könne. Entscheidend sei vielmehr ein Nutzungskonzept, das unterschiedliche Veranstaltungen ermöglicht und damit mehrere wirtschaftliche Standbeine schafft. Neben Bundesligaspielen könnten beispielsweise Konzerte, Shows, Messen, Firmenveranstaltungen oder weitere Sportevents zur Auslastung beitragen.

Gerade dieser Ansatz ist auch für Bensheim von Bedeutung. Die Weststadthalle ist seit vielen Jahren Heimspielstätte der Flames und wird darüber hinaus für Konzerte, Messen und weitere Veranstaltungen genutzt. Zugleich stößt die Halle angesichts ihrer baulichen Voraussetzungen und der wachsenden Anforderungen des Bundesliga- und Veranstaltungssports zunehmend an Grenzen. Die Flames benötigen langfristig eine zeitgemäße Spielstätte mit verlässlichen Rahmenbedingungen für Sportlerinnen, Zuschauer und Veranstalter.

Der Besuch in Gummersbach lieferte deshalb wichtige praktische Eindrücke: Welche baulichen Voraussetzungen braucht eine flexible Halle? Wie können Sport- und Veranstaltungsnutzung miteinander verbunden werden? Und wie lässt sich ein solches Projekt so planen, dass es nicht nur einzelnen Vereinen, sondern der gesamten Stadtgesellschaft zugutekommt?

Die fünf Vereine wollen den Austausch fortsetzen. Beim Sporthallen-Gipfel hatten sie bereits auf die angespannte Hallensituation, steigende Mitgliederzahlen und fehlende Kapazitäten für Schul-, Breiten- und Leistungssport aufmerksam gemacht. Gemeinsam stehen die Vereine für mehr als 8.000 Mitglieder und über 4.500 Kinder und Jugendliche.

Das Treffen im Winzerdorf verband damit sportpolitische Gespräche mit persönlicher Begegnung. Es zeigte zugleich: Die beteiligten Vereine sind bereit, sich konstruktiv an der weiteren Diskussion über moderne, flexible und dauerhaft tragfähige Sport- und Veranstaltungsmöglichkeiten in Bensheim zu beteiligen.

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://tsv-auerbach.org/blog/2026/09/23/fuenf-bensheimer-vereine-beraten-beim-winzerfest-ueber-die-zukunft-des-sports/

toggle icon
WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner