Kickboxen: Hessische Schwarzgurt-Zentralprüfung in Schwalmstadt

Am 11. Juli fand mit siebenmonatiger Verspätung die jährliche hessische Schwarzgurt-Zentralprüfung in Schwalmstadt  statt. Elf Sportler aus sechs hessischen Vereinen waren angereist, darunter auch Manon von Bülow (TSV Auerbach) mit Ihrem Trainingspartner Jan Schachtsiek (BDT Darmstadt).

Die Vorbereitung war für die meisten Teilnehmer nicht einfach gewesen, da aufgrund der Pandemie viele Sporthallen über mehrere Monate geschlossen waren und eine Ecke
im Keller oder in der Garage für das Training ausreichen musste.

Wie bei jeder Gürtelprüfung des WAKO-Kickboxverbands wurden zunächst folgende Bereiche geprüft: Demonstration von Hand- und Fußtechniken ohne Partner (Schattenboxen), Vorführung von Einzeltechniken und Kombinationen an der Pratze, Demonstration von Abwehr- und Kontertechniken am Partner, Kämpfen mit festgelegter Rollenverteilung für Angriff und Verteidigung (Modellsparring), Fallschule und Selbstverteidigung sowie Theorie (z.B. Wettkampfregeln).

Für den Schwarzgurt mussten die Teilnehmer zusätzlich ihr technisches und taktisches Können in mehreren Runden freiem Sparring unter Beweis stellen. Auf unterschiedliche körperliche Voraussetzungen oder Wettkampferfahrung wurde keine Rücksicht genommen, Frauen mussten gegen Männer und Breitensportler gegen erfahrene Wettkämpfer – auch aus anderen Vereinen – antreten. Da es aber darauf ankam, einen fairen und technisch sauberen Kampf zu führen statt durch Härte zu überzeugen, konnten die meisten Sportler zeigen, wie sie ihre Techniken auch in einer Wettkampfsituation sicher anwenden.

Der Vorstand gratuliert den beiden Kickboxern zur bestandenen Meistergrad Prüfung. Foto: Jimmy Iwinski, Budo-Do-Tameshi e.V.

Zum Abschluss gab es noch eine kleine Lehrprobe ohne Gelegenheit sich auf das Thema vorzubereiten: Wie führe ich in einer Anfängergruppe den Roundhouse-Kick ein? Was empfehle ich einem Wettkämpfer, wenn der Gegner Druck macht und ihn ständig mit Kicks attackiert? Diese letzte Hürde stellte für Manon und Jan kein Problem dar, da beide bereits über eine C-Trainer Lizenz verfügen und auf eine mehrjährige Erfahrung als Trainer zurückblicken können.

Nach vier Stunden Schweiß und Anspannung nahmen Manon und Jan mit sieben weiteren Prüflingen ihre Urkunden von der dreiköpfigen Prüferkommission glücklich in Empfang. Für zwei Teilnehmer hatte es leider nicht gereicht – wir hoffen, dass die Sporthallen in den kommenden Monaten offen bleiben, damit sie ihre Prüfung mit Erfolg nachholen können.

Artikel: Anja Pajatsch, Pressewartin

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