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Hapkido: „Nicht das Gefühl, von vorne anfangen zu müssen“

Leere Hallen und kein Sport? Nicht bei uns! Auch wenn die Matten in der Halle schon seit längerem auf ihre erneute Benutzung warten, das Training der Abteilung Hapkido geht unbeirrt weiter. Schnell war ein Konzept für ein Online-Training erstellt, welches konsequent angepasst und erweitert wurde. Mit Erfolg! Mittlerweile treffen sich mindestens genauso viele Hapkidoin zum Online-Training in einer Videokonferenz wie vor Corona in der Trainingshalle.

Dass diese Kompromisslösung auch ihre Vorteile hat, haben die Hapkidoin bald bemerkt. „Das regelmäßige Training lässt mich am Ball bleiben. Das betrifft die Fitness, aber auch die Grundtechniken, für die jetzt mehr Zeit ist. Ich habe nicht das Gefühl, wieder von vorne anfangen zu müssen“, sagte kürzlich eine zufriedene Teilnehmerin. Sogar passive Mitglieder haben von dem neuen Angebot gehört und sind inzwischen feste Besucher der regelmäßigen Übungseinheiten. So kommt es, dass nicht nur in Bensheim und Umgebung donnerstagabends Hapkido trainiert wird, sondern beispielsweise auch in Düsseldorf und in London! Damit zeigt die Pandemie vor allem, dass Hapkido mehr ist, als nur reiner Sport. Die Kampfkunst verbindet und hält verbunden.

Jedoch, selbst das beste Online-Training kann das normale Training in der Halle nicht ersetzen. Die Sehnsucht nach Normalität und Routine ist groß. Die Atmosphäre in der Halle, der Kontakt und Austausch mit den Anderen, das Training mit dem Partner oder der Partnerin, aber auch die Geselligkeit, all das wird schmerzlich vermisst. Als Kontaktsportler müssen sich die Hapkidoin zwar am längsten gedulden, aber die Pläne für den Wiedereinstieg sind längst fertig. Bis zum Ende aller Einschränkungen ist es zwar noch ein weiter Weg, aber Geduld ist eine der wichtigsten Tugenden im Hapkido und die Motivation ungebrochen.

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