Tolle Rückrunde geht weiter – Flames gewinnen ihr letztes Auswärtsspiel in Nellingen

Die Flames der HSG Bensheim/Auerbach haben ihr letztes Auswärtsspiel der Saison 2018/19 in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) erfolgreich beendet. Bei den Schwaben Hornets des TV Nellingen gewann das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm mit 29:25 (15:11). Durch diesen Sieg konnten sich die Flames mit 19:31 Punkten auf den 9. Platz verbessern. Somit kommt es am letzten Spieltag in der Weststadthalle zum „Finale“ um Platz 9 gegen den punktgleichen VFL Oldenburg und die Flames könnten ihre erfolgreiche Rückrunde noch krönen.

Es war schon ein besonderes Spiel in der Sporthalle 1 in Ostfildern. Die Flames wurden von einem großen Fanbus begleitet und konnten sich über lautstarke Unterstützung von den Rängen freuen. Für die Schwaben Hornets war es auch ein denkwürdiger Tag. Es war nach … das vorerst letzte Heimspiel in der Bundesliga. Die Hornets ziehen sich aus der Bundesliga zurück und machen einen Neustart in der 3. Liga. So wurde es nach dem Spiel noch sehr emotional, das fast alle Spielerinnen den Verein nach der Saison verlassen und verabschiedet werden. Wie bereits bekannt wechselt mit Elisa Stuttfeld eine Spielerin der Hornets zu den Flames.

Die Hornets wollten sich gerne mit einem Sieg vor heimischem Publikum aus der Liga verabschieden. Ein Sieg war auch das erklärte Ziel der Flames, die erstmals in dieser Saison Favorit in einer Begegnung waren. Dieser Favoritenrolle sind sie auch gerecht geworden. Es zeichnet das Team in der Rückrunde aus, dass sie zusammengewachsen sind und sich auch nicht von Rückschlägen im Spiel aus der Ruhe bringen lassen, wie es in der Hinrunde noch der Fall war. „Wir haben heute paar Probleme gehabt, aber das ist nicht wichtig, denn wir haben zwei Punkte geholt und nur das zählt“, war die Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm daher auch zufrieden.

Diesmal noch Gegnerinnen – nächste Saison gemeinsam für die Flames: Elisa Stuttfeld und Lisa Friedberger / Bild: ©Andrea Müller

Dabei waren die Voraussetzungen für den personell kleinen Kader nicht optimal, denn Heike Ahlgrimm musste auch noch auf Rafika Ettaqi verzichten, die krankheitsbedingt ausfiel. Von den Junior Flames wurde der Kader daher noch durch Nina Rädge und Rugile Bartaseviciute ergänzt, die beide in den letzten beiden Minuten noch zu einem Kurzeinsatz kamen. Nina Rädge nutzte die kurze Spielzeit optimal und erzielte das 29:24 für die Flames in der letzten Spielminute, worüber sich auch Heike Ahlgrimm freute. „Ich freue mich, dass wir die beiden Mädels die eine Minute noch spielen lassen konnten und sie alles gegeben haben. Hätte mir ein bisschen mehr Einsatzzeit für beide gewünscht, aber Nina macht dann noch ihr Tor“.

Die Flames kamen richtig gut ins Spiel und führten nach knapp 5 Minuten bereits mit 3:0 und konnten sich beim 8:4 (15.) erstmals mit 4 Toren absetzten und es sah bereits nach einem ungefährdeten Erfolg für die Flames aus. Doch die Hornets gaben nicht auf, denn sie wollten sich ja mit einem Sieg verabschieden. So erkämpften sie sich aus dem 9:11 (22.) erstmals ein 11:11 (26.) Unentschieden. Das Team von Heike Ahlgrimm ließ sich aber nicht beirren. Ein 4-Tore-Lauf der Flames (2 x Sobiech, Friedberger und Logdanidou) zum 15:11 bedeutete gleichzeitig den Halbzeitstand.

Im 2. Abschnitt ein ähnliches Bild. Die Flames zogen auf 6 Tore davon zum 22:16 (43.) durch Merel Freriks, die mit insgesamt 7 Toren die erfolgreichste Torschützin der Flames war. Aber der Kampfgeist der Hornets war weiter ungebrochen und sie konnten erneut zum 24:24 (54.) ausgleichen.

Heike Ahlgrimm legte die grüne Karte und nahm ein Team-Timeout. Ihre Mannschaft blieb auf dem Feld weiter ruhig und erzielte in Unterzahl nach einer Zeitstrafe gegen Merel Freriks sogar die 25:24 (54.) Führung durch Lisa Friedberger. Merel Freriks, Julia Maidhof und Caroline Hettinger sorgten dann für die Vorentscheidung zum 28:24 (59.) und besiegelten die letzte Bundesligaheimniederlage der Hornets. Den letzten Treffer des Spiels und gleichzeitig letzten Treffer für die Hornets in einem Bundesliga-Heimspiel zum 25:29-Endstand erzielte Szimonetta Gera.

Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm war nach dem Spiel erleichtert. „Wir haben ja von Anfang an gesagt, dass das ein schweres Spiel wird. Es war nochmal eine Energieleistung. Rafi ist ausgefallen, einige Spielerinnen sind angeschlagen und alle sind ein bisschen kaputt. Deswegen bin ich absolut froh, dass wir wieder zwei Punkte haben. Die mussten wir uns hart erkämpfen, aber ich glaube, dass das absolut verdient ist. Ich bin einfach nur froh“, so die Trainerin nach dem Spiel, die dann noch ergänzt: „von daher haben wir jetzt noch alle Möglichkeiten, um vielleicht noch einen Sieg zu holen. Einmal noch 60 Minuten Gas geben und mit einem Sieg die Saison beenden“.

Zum Saisonfinale empfangen die Flames am Samstag (18 Uhr, Weststadthalle) den VfL Oldenburg.

HSG Bensheim/Auerbach Flames:
Jessica Kockler, Helen van Beurden – Caroline Hettinger (2), Martha Logdanidou (1), Sanne Hoekstra (3), Lisa Friedberger (3), Merel Freriks (7), Sarah van Gulik (4/1), Julia Maidhof (5/3), Bogna Sobiech (3), Nina Rädge (1) und Rugile Bartaseviciute.

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