Tag: Flames

Flames ziehen souverän ins Viertelfinale des DHB-Pokals ein

Die Flames der HSG Bensheim-Auerbach stehen unter den letzten acht Teams des DHB-Pokal-Wettbewerbs. Durch einen ungefährdeten 31:21 (14:11)-Sieg beim Zweitliga-Spitzenreiter und letztjährigen Ligakonkurrenten SV Union Halle-Neustadt zog das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm ins Viertelfinale ein. Für die verletzte Kreisläuferin Dionne Visser feierte Caroline Hettinger ihr Comeback und wird die junge Isabell Hurst bis Ende der Saison am Kreis als Duo unterstützen.

Die Flames sind anfangs schwer ins Spiel reingekommen und begannen nervös. Das Spiel begann ausgeglichen und nach knapp 4 Minuten stand es 2:2. Doch die Nervosität legte sich noch nicht bei den Flames und die Wildcats erwischten einen guten Start.  Durch einen 5.0-Lauf der Wildcats gerieten die Flames überraschend  2:7 in Rückstand (12.). Flames-Coach nahm ein Team-Timeout und ihre Mannschaft  kam schnell wieder besser ins Spiel und holte den Rückstand schnell auf. „Wir blieben ruhig, weil wir wussten, dass wir besser waren und kamen nach der Auszeit zurück ins Spiel“, erklärte Heike Ahlgrimm nach dem Spiel.

Ein verwandelter Siebenmeter von Julia Maidhof zum 9:9 (20.) bedeutete den Ausgleich. Jetzt reagierte Wildcats-Coach Tanja Logvin ihrerseits mit dem Team-Timeout. Jedoch ohne großen Erfolg, denn die Flames hatten jetzt endgültig ins Spiel gefunden und die Spielgestaltung übernommen. Elisa Stuttfeld brachte ihre Flames ihre Flames erstmals mit 10:9 (23.) in Führung und diese  gaben die Flames bis zum Schlusspfiff nicht mehr her.

Zur Halbzeit führten die Flames mit 14:11.

Die nach der Halbzeit eingewechselte Caroline Hettinger durfte sich gleich über ein gelungenes Comeback freuen, denn sie erzielte gleich den Treffer zum 15:11. Das Spiel bestimmten jetzt nur noch die Flames. Mehr als auf 3 Tore, wie beim 14:17 (38.) kamen die Wildcats nicht mehr heran.

Flames-Coach Heike Ahlgrimm probierte einiges aus, ihre Mannschaft hielt das Tempo hoch und stand in der Abwehr sicher, so dass am Ende ein auch in der Höhe verdienter 31:21 Sieg über den letztjährigen Final4-Teilnehmer SV Union Halle-Neustadt auf der Anzeigentafel stand.

Auf wen die Flames im Viertelfinale treffen steht noch nicht fest. Die Auslosung hierfür findet am Sonntag, 10. November 2019, im Rahmen der Erstligapartie Buxtehuder SV gegen Neckarsulmer Sport-Union statt. Als Spieltermin für die Viertelfinals sind der 11./12. Januar 2020 vorgesehen.

Die Sieger der Viertelfinals können sich dann einen Traum erfüllen: die Teilnahme am OLYMP Final4 am 23. und 24. Mai 2020 in der Stuttgarter Porsche-Arena.

Die Flames setzten sich souverän in Halle-Neustadt durch und stehen im Viertelfinale. / Bildrechte: HSG Bensheim/Auerbach Flames

Flames-Trainerin Ahlgrimm nach dem Spiel:
Wir sind eine Runde weiter. Das war am Ende sehr deutlich. Das hätten wir nicht gedacht, dass es so deutlich wird. Wir sind schwer ins Spiel reingekommen, weil wir gemerkt haben, dass wir schon aufgeregt waren. Es ist so ein Spiel, wo du gewinnen musst, wo es aber auch mal vorbei sein kann. Das hat man an der Nervosität am Anfang gemerkt. Da waren sehr, sehr viele Fehler. Wir sind dann aber schon mit einer 3-Tore-Führung in die Halbzeit gegangen, das uns die nötige Sicherheit gegeben hat. In der 2. Halbzeit war es egal was wir gemacht haben. Wir haben viel ausprobiert und es war einfach für uns. Wir haben viele Dinge richtig gemacht, haben in der Abwehr gut gestanden und sind auf jeden Fall verdient und souverän weiter gekommen. Jetzt hoffen wir, dass wir ein bisschen Losglück haben.

Statistik – Flames:
Jessica Kockler, Helen van Beurden – Isabell Hurst, Elisa Stuttfeld (2), Sarah Dekker (3), Sanne Hoekstra (1), Lisa Friedberger (2/1), Christin Kühlborn (6), Caroline Hettinger (2), Sarah van Gulik (3), Julia Maidhof (11/5), Ines Ivancok (1)

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Jugendhandball: Rasenturnier in Mühlheim

Die weibliche C2-Jugend der HSG Bensheim/Auerbach trat am Sonntag bei einem Vorbereitungsturnier in Mühlheim an.

Etwas enttäuscht registrierten alle bei der Ankunft, dass nur zwei Gegner, der Gastverein Mühlheim/Dietesheim und die HSG Rodgau Nieder-Roden, anwesend waren. Aus diesem Grund wurde die Spielzeit verlängert.

Gleich im ersten Spiel standen die Bensheimerinnen den Gastgeberinnen gegenüber. Das Trainerteam schickte eine ganz neue Startformation auf die Platte und verdeutlichte so, dass dieses Turnier auch dazu genutzt werden sollte, andere und neue Spielkonstellationen auszuprobieren. Die Mädchen machten ihre Sache gut und zogen schnell mit 5:1 davon. Schließlich wechselten die Trainer durch, sodass alle 12 Mädchen Spielanteile erhielten. Das Kombinationsspiel gelang eindrucksvoll, die Abwehr stand sicher. Zusätzlich zeigte sich Lara-Sophie im Tor hellwach und glänzte bereits in dieser ersten Partie mit neun Paraden und zwei gehaltenen Siebenmetern. Das Spiel gewann der Flames-Nachwuchs mit 13:8.

Die weibliche C2-Jugend beim Vorbereitungsturnier in Mühlheim / Bildrechte: © HSG Bensheim/Auerbach Flames

Da die weibliche C-Jugend von Rodgau Nieder-Roden in der vergangenen Saison Vizemeister der BOL Offenbach/Hanau war, schätzten die Bensheimerinnen diese Mannschaft zunächst etwas stärker ein. Doch es zeigte sich schnell, dass die Schützlinge von Trainerteam Leonie Lüdtke und Tim Schuster den körperlich robusten Gegnerinnen spielerisch überlegen waren und mit ihren Spielzügen die gegnerische Abwehr überforderten. Schon nach wenigen Minuten lagen die Mädchen mit 7:2 vorne. In der zweiten Halbzeit setzte sich der Flames-Nachwuchs immer deutlicher ab, obwohl die Trainer weiterhin durchwechselten. Bei einem Spielzug führte sogar ein Kempa-Trick zum Torerfolg. Das Spiel ging mit 27:7 an die Bensheimerinnen. Hervorzuheben ist erneut die Leistung der Torfrau Lara-Sophie mit acht Paraden. Außerdem beeindruckte, dass sich alle Feldspielerinnen in die Torschützenliste eintragen konnten.

Der Turniersieg wurde mit einem Eis, gespendet von der Trainerin, gefeiert.

Es spielten:

Samira Bernschein (6), Lena Germann (3), Joline Guder (6), Maike Habel (1), Laetitia Holz (6), Leni Lipusch (4), Leonie Meier (3), Lisa Schuster (3), Mara Stegmeier (3), Tara Stuckert (2), Mareike Thomas (3) und Lara-Sophie Theissen im Tor

Bericht von Sylvia Meier

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Tolle Rückrunde geht weiter – Flames gewinnen ihr letztes Auswärtsspiel in Nellingen

Die Flames der HSG Bensheim/Auerbach haben ihr letztes Auswärtsspiel der Saison 2018/19 in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) erfolgreich beendet. Bei den Schwaben Hornets des TV Nellingen gewann das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm mit 29:25 (15:11). Durch diesen Sieg konnten sich die Flames mit 19:31 Punkten auf den 9. Platz verbessern. Somit kommt es am letzten Spieltag in der Weststadthalle zum „Finale“ um Platz 9 gegen den punktgleichen VFL Oldenburg und die Flames könnten ihre erfolgreiche Rückrunde noch krönen.

Es war schon ein besonderes Spiel in der Sporthalle 1 in Ostfildern. Die Flames wurden von einem großen Fanbus begleitet und konnten sich über lautstarke Unterstützung von den Rängen freuen. Für die Schwaben Hornets war es auch ein denkwürdiger Tag. Es war nach … das vorerst letzte Heimspiel in der Bundesliga. Die Hornets ziehen sich aus der Bundesliga zurück und machen einen Neustart in der 3. Liga. So wurde es nach dem Spiel noch sehr emotional, das fast alle Spielerinnen den Verein nach der Saison verlassen und verabschiedet werden. Wie bereits bekannt wechselt mit Elisa Stuttfeld eine Spielerin der Hornets zu den Flames.

Die Hornets wollten sich gerne mit einem Sieg vor heimischem Publikum aus der Liga verabschieden. Ein Sieg war auch das erklärte Ziel der Flames, die erstmals in dieser Saison Favorit in einer Begegnung waren. Dieser Favoritenrolle sind sie auch gerecht geworden. Es zeichnet das Team in der Rückrunde aus, dass sie zusammengewachsen sind und sich auch nicht von Rückschlägen im Spiel aus der Ruhe bringen lassen, wie es in der Hinrunde noch der Fall war. „Wir haben heute paar Probleme gehabt, aber das ist nicht wichtig, denn wir haben zwei Punkte geholt und nur das zählt“, war die Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm daher auch zufrieden.

Diesmal noch Gegnerinnen – nächste Saison gemeinsam für die Flames: Elisa Stuttfeld und Lisa Friedberger / Bild: ©Andrea Müller

Dabei waren die Voraussetzungen für den personell kleinen Kader nicht optimal, denn Heike Ahlgrimm musste auch noch auf Rafika Ettaqi verzichten, die krankheitsbedingt ausfiel. Von den Junior Flames wurde der Kader daher noch durch Nina Rädge und Rugile Bartaseviciute ergänzt, die beide in den letzten beiden Minuten noch zu einem Kurzeinsatz kamen. Nina Rädge nutzte die kurze Spielzeit optimal und erzielte das 29:24 für die Flames in der letzten Spielminute, worüber sich auch Heike Ahlgrimm freute. „Ich freue mich, dass wir die beiden Mädels die eine Minute noch spielen lassen konnten und sie alles gegeben haben. Hätte mir ein bisschen mehr Einsatzzeit für beide gewünscht, aber Nina macht dann noch ihr Tor“.

Die Flames kamen richtig gut ins Spiel und führten nach knapp 5 Minuten bereits mit 3:0 und konnten sich beim 8:4 (15.) erstmals mit 4 Toren absetzten und es sah bereits nach einem ungefährdeten Erfolg für die Flames aus. Doch die Hornets gaben nicht auf, denn sie wollten sich ja mit einem Sieg verabschieden. So erkämpften sie sich aus dem 9:11 (22.) erstmals ein 11:11 (26.) Unentschieden. Das Team von Heike Ahlgrimm ließ sich aber nicht beirren. Ein 4-Tore-Lauf der Flames (2 x Sobiech, Friedberger und Logdanidou) zum 15:11 bedeutete gleichzeitig den Halbzeitstand.

Im 2. Abschnitt ein ähnliches Bild. Die Flames zogen auf 6 Tore davon zum 22:16 (43.) durch Merel Freriks, die mit insgesamt 7 Toren die erfolgreichste Torschützin der Flames war. Aber der Kampfgeist der Hornets war weiter ungebrochen und sie konnten erneut zum 24:24 (54.) ausgleichen.

Heike Ahlgrimm legte die grüne Karte und nahm ein Team-Timeout. Ihre Mannschaft blieb auf dem Feld weiter ruhig und erzielte in Unterzahl nach einer Zeitstrafe gegen Merel Freriks sogar die 25:24 (54.) Führung durch Lisa Friedberger. Merel Freriks, Julia Maidhof und Caroline Hettinger sorgten dann für die Vorentscheidung zum 28:24 (59.) und besiegelten die letzte Bundesligaheimniederlage der Hornets. Den letzten Treffer des Spiels und gleichzeitig letzten Treffer für die Hornets in einem Bundesliga-Heimspiel zum 25:29-Endstand erzielte Szimonetta Gera.

Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm war nach dem Spiel erleichtert. „Wir haben ja von Anfang an gesagt, dass das ein schweres Spiel wird. Es war nochmal eine Energieleistung. Rafi ist ausgefallen, einige Spielerinnen sind angeschlagen und alle sind ein bisschen kaputt. Deswegen bin ich absolut froh, dass wir wieder zwei Punkte haben. Die mussten wir uns hart erkämpfen, aber ich glaube, dass das absolut verdient ist. Ich bin einfach nur froh“, so die Trainerin nach dem Spiel, die dann noch ergänzt: „von daher haben wir jetzt noch alle Möglichkeiten, um vielleicht noch einen Sieg zu holen. Einmal noch 60 Minuten Gas geben und mit einem Sieg die Saison beenden“.

Zum Saisonfinale empfangen die Flames am Samstag (18 Uhr, Weststadthalle) den VfL Oldenburg.

HSG Bensheim/Auerbach Flames:
Jessica Kockler, Helen van Beurden – Caroline Hettinger (2), Martha Logdanidou (1), Sanne Hoekstra (3), Lisa Friedberger (3), Merel Freriks (7), Sarah van Gulik (4/1), Julia Maidhof (5/3), Bogna Sobiech (3), Nina Rädge (1) und Rugile Bartaseviciute.

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Flames deklassieren den Tabellenvierten Leverkusen

Die Zuschauer in der Bensheimer Weststadthalle waren förmlich aus dem Häuschen, denn die Flames der HSG Bensheim/Auerbach deklassierten den Tabellenvierten TSV Bayer 04 Leverkusen buchstäblich und gewannen souverän mit 30:20 (16:7) gegen den hohen Favoriten und Anwärter auf einen Europa-Cup-Platz. Die erfolgreichsten Torschützinnen waren Julia Maidhof mit 7/3 Toren, Merel Freriks (6) und Lisa Friedberger (6/5) bei den Flames sowie Kim Berndt (7/5) und Joanna Rode (5) bei den Werkselfen.

Damit bleiben die Flames im 4. Spiel hintereinander ungeschlagen und holten 7:1 Punkte. Durch den Sieg verbesserten sie sich auf den 10. Tabellenplatz. Außerdem ist der Klassenerhalt bei noch vier ausstehenden Begegnungen so gut wie sicher. Der SV Union Halle-Neustadt liegt 7 Punkte hinter den Flames und müsste, um noch an den Flames vorbeizuziehen, alle vier Spiele (u.a. gegen Bietigheim) gewinnen und die Flames dürften selbst keinen Punkt mehr holen.

Dabei musste der ohnehin schon sehr kleine Kader von Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm in dieser Woche den nächsten Rückschlag hinnehmen: Simone Spur Petersen, die die letzten Wochen immer stärker wurde, zog sich im Training einen Kreuzbandriss zu und fällt nicht nur den Rest der Runde, sondern bis voraussichtlich Dezember/Januar aus.

Ihre Mannschaftskameradinnen gingen trotzdem voll motiviert und hochkonzentriert ins Spiel und wollten auch für Simone mitkämpfen. Und sie zündeten vor 780 Zuschauern, die trotz Ostern und Sommerwetter, den Weg in die Halle fanden, ein wahres Feuerwerk. Die Werkselfen wurden förmlich von einer Feuerwalze überrollt. Joanna Rode gelang nach knapp 2 Minuten der 1. Treffer im Spiel und gleichzeitig die einzige Führung der Elfen.

Die Abwehr um die erneut sehr starke Torhüterin Jessica Kockler kämpfte um jeden Ball und ermöglichte sich dadurch auch schnelle Konter. Nach gut 10 Minuten führten die Flames 5:1 und zwangen Gästetrainer Robert Nijdam zum ersten Team-Timeout. Sein Team kam trotzdem nicht besser ins Spiel und hatte in der 15. Minute bereits den dritten Siebenmeter verworfen.

Neun-Tore-Führung zur Pause

So konnten sich die Flames bis zur 22. Minute auf 11:4 absetzen und Robert Nijdam nahm sein 2. Team-Timeout. Erinnerungen an die letzte Saison wurden wach, als die Fans einen ähnlichen Vorsprung bis zur Pause verspielten und man war gewarnt, denn die Werkselfen konnten diese Saison schon mehrfach höhere Rückstände drehen. Kim Berndt per Siebenmeter und Joanna Rode verkürzten auf 11:6 (25.). Aber das tat dem Spiel der Flames keinen Abbruch, denn die konnten sogar den Vorsprung mit einen 4-Tore-Lauf durch Lisa Friedberger, Julia Maidhof und zweimal Merel Freriks auf 9 Tore zum 15:6 (29.) ausbauen. Mit einem beruhigenden 16:7 ging es in die Kabinen.

Bogna Sobiech und das gesamte Team wussten gegen Leverkusen zu überzeugen / Bildrechte: ©Andrea Müller

Trotzdem war man immer noch gewarnt, denn man wusste ja, wie bereits erwähnt, um Leverkusens Stärke in der 2. Halbzeit. Nicht umsonst steht diese Mannschaft auf dem 4. Platz in der Liga.

Von daher gingen die Flames auch hochkonzentriert in den 2. Abschnitt und bestimmten weiter das Geschehen. Die Werkselfen spielten jetzt zwar stärker, doch die Chancenverwertung war weiterhin nicht gut. Da die Flames sich mittlerweile in einen Rausch gespielt hatten, konnten sie den Gegner nicht nur auf Distanz halten, sondern die Führung sogar bis auf zwölf Tore beim 24:12 (45.) durch Julia Maidhof ausbauen. Die Zuschauer hielt es kaum noch auf den Sitzen und sie trieben ihre Flammen weiter nach vorne. Daher hatte nach dem Spiel Trainerin Heike Ahlgrimm, wie immer, ein Sonderlob für die tollen Fans parat: „Erstmal wieder ein großes Dankeschön an unsere Zuschauer. Ich glaube, ich stehe hier jedes Mal und sage, dass wir uns bei den Fans bedanken können. Aber ihr seid immer der 8. Mann und heute habt ihr die Mannschaft getragen. Vielen Dank“, freute sich die begeisterte Trainerin.

Diesmal konnte sie aber auch weiter von ihrem Team begeistert sein, denn dieses leistete sich in diesem Spiel diesmal keine Schwächephase. Als Caroline Hettinger einen Gegenstoß in der 54. Minute zum 28:16 verwandelte, war allen klar, dass hier für die Flames nichts mehr anbrennt und sie einem sensationellen Sieg entgegensteuern. Mittlerweile stand auch der letzte Fan und feuerte die Flames an.

Die Werkselfen konnten zwar noch ein klein wenig Ergebniskorrektur betreiben und auf 10 Tore verkürzen, doch das tat der Freude keinen Abbruch. So freuten sich die Flames über einen unerwartet hohen 30:20 Erfolg und den ziemlich sicheren Klassenerhalt.

Gästetrainer Robert Nijdam war sichtlich frustriert nach dem Spiel: „Glückwunsch an Bensheim für den Sieg. Ich bin sehr enttäuscht über das Spiel, was wir gezeigt haben. Das muss ich erst einmal in Ruhe analysieren.“

Dagegen freute sich Heike Ahlgrimm über die 2 Punkte im Osternest und den Sieg gegen den Verein, für den sie von 2002-2010 als Spielerin selbst das Trikot trug und von 2012-2014 als Trainerin tätig war.

„Manchmal steht man da und es fehlen einem die Worte. Wir haben schon daran geglaubt, dass heute was geht und wir waren sehr positiv und sind mit Selbstbewusstsein aufgetreten. Dass es natürlich heute so läuft, ich glaube, damit hat niemand gerechnet. Und wenn ich das Spiel sehe, dann war es auch absolut verdient, weil wir nicht nachgelassen haben. Ich bin einfach nur unheimlich stolz auf die Mädels und auf uns, weil wir haben 2 ganz, ganz wichtige Punkte. Es macht halt im Moment auch absolut Spaß, weil wir uns für den harten Kampf und für die harte Arbeit belohnen. Wir hatten diese Woche einen starken Rückschlag hinnehmen müssen mit dem Kreuzbandriss von Simone, die am Donnerstag schon operiert wurde und ich bin einfach nur stolz, dass die Mannschaft das heute so gut kompensiert hat und dass sie für Simone mitgespielt hat. Das macht es halt aus und das ist Handball. Von daher bin ich heute absolut glücklich“, bilanzierte eine strahlende Flames-Trainerin nach dem Spiel.

Die Flames können sich über diese Osterüberraschung freuen und die freien Tage genießen, bevor es mit der Vorbereitung für das Spiel beim Tabellendritten, TuS Metzingen, weitergeht.

Statistik:

HSG Bensheim/Auerbach Flames:
Jessica Kockler, Helen van Beurden – Rafika Ettaqi (1), Caroline Hettinger (4), Martha Logdanidou, Sanne Hoekstra, Lisa Friedberger (6/5), Merel Freriks (6), Sarah van Gulik (2), Julia Maidhof (7/3), Bogna Sobiech (4).

TSV Bayer 04 Leverkusen Werkselfen:
Vanessa Fehr, Nele Kurzke – Zivile Jurgutyte (2), Mia Zschoke (2), Sally Potocki, Jennifer Souza, Jennifer Kämpf, Annefleur Bruggemann (1), Xenia Hodel (1), Kim Berndt (7/5), Amelie Berger, Joanna Rode (5), Jennifer Rode (2), Elaine Rode.

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