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Mit “Deutschlands Kickboxer trainieren gemeinsam” durch den Lockdown

Wer kennt sie nicht, die Bemühungen vieler Trainer mit ihren Schützlingen auch während des Lockdowns in Kontakt zu bleiben: Die Zusendung von individuellen Trainingsplänen, eine Weihnachtsaktion mit kleinen Geschenken oder das Aufsetzen eines Zoom-Trainings.

Das klappt anfangs gut, aber nach ein paar Monaten wird es schwierig, sich immer wieder etwas Neues einfallen zu lassen, das sich im Wohnzimmer oder Keller ohne Trainingspartner umsetzen lässt. So erging es auch den Kickboxern des TSV Auerbachs. Da kam die Trainingsaktion “Deutschlands Kickboxer trainieren gemeinsam” vom deutschen Bundesverband für Kickboxen genau zum richtigen Zeitpunkt. Ab Januar konnten Kickboxer aus ganz Deutschland samstags an zwei einstündigen Trainingseinheiten teilnehmen, die von Bundes-, Landestrainern und erfolgreichen Kaderathleten angeleitet wurden.

Foto: Alex Homa

Das Programm bot auch die Gelegenheit, alle Kickbox-Diszipline wie Pointfighting, Leichtkontakt, Formen und Ringsport kennenzulernen. “Mir hat das Training gut gefallen, da ich auf einem ganz anderen Level mittrainieren durfte und sehr viel gelernt habe. Das war für mich sehr motivierend”, meint Wakil Wassiri, der 2017 mit über 40 Jahren den Kickbox-Sport für sich entdeckte und heute zu den engagiertesten Mitgliedern  der Abteilung gehört.

Doch die Sehnsucht ist groß, endlich wieder gemeinsam in der Halle zu trainieren. “Ich hoffe bald wieder auf Live-Training”, tönt aus dem Whatsapp-Chat, als bekannt wird, dass die Kreisschulhallen wieder geöffnet werden. Am Dienstag, den 8. Juni, ist es so weit und die Kickboxer des TSV treffen sich in der Schlossbergturnhalle zur ersten Trainingseinheit.

Artikel: Dr. Manon von Bülow

 

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Wie kommt die TSV durch den 2. Lockdown?

Leider war es eine trügerische Hoffnung, dass wir wieder in der (Fast-) Normalität angekommen seien, als Mitte Mai der erste Lockdown zu Ende war und das Sporttreiben unter bestimmten Hygieneregeln langsam wieder Fahrt aufnahm. Das war allein dem Sommer zu verdanken und die Virologen sollten leider Recht behalten.

Mit dem Rückzug des Sommers stellten sich, und diesmal in ungeahntem Ausmaß, die Infektionen mit Covid-19 und täglich neuen Rekordzahlen ein. Da konnte in Berlin, Wiesbaden. Heppenheim und Bensheim zwangsläufig nur noch die hierzulande in einem anderen Zusammenhang bestens bekannte „Reißleine“ gezogen werden. Dies mit „Lockdown light“ zu beschreiben ist, wenn man die damit für den organisierten Sport verbundenen gravierenden Folgen betrachtet, mehr als eine Untertreibung.

In der TSV bedeutete dies die erneute Schließung aller Sportstätten für den gesamten Breitensport. Allein den Flames als Bundesligist und zwei weiblichen Handball-Jugendmannschaften wurde wegen der Aufrechterhaltung des Spielbetriebes und der Einstufung als Spitzensport die Durchführung von Training und Spielen ohne Publikum zugestanden. Und neuerdings darf auch unsere frisch nominierte Volleyball-Jugend-Nationalspielerin mit Mama und Trainer in unserer Halle trainieren. Damit dort aber nicht den ganzen Tag Stille herrscht, findet weiterhin Schulsport statt und dies sogar mit mehr Stunden als zu normalen Zeiten. Das alles zu begreifen ist, zugegeben, nicht ganz einfach.

Die Auswirkungen für die TSV sind an besten durch nackte Zahlen zu belegen. Am 1.1.2020 betrug der Mitgliederstand 3.618. Am 05.09. hatten wir trotz Corona mit 3.592 nur einen Verlust von 26 Mitgliedern zu verzeichnen. Zum Jahresende wird die Zahl der Mitglieder jedoch um mindestens weitere 200 Austritte schrumpfen. Vergleicht man die Mitgliederfluktuation der letzten Jahre, kann man überraschend feststellen, dass dies insgesamt fast weniger Austritte als in normalen Jahren sind. Wo aber Corona einen Strich durch die Rechnung macht, sind die bisher immer höher als die Austritte liegenden Neueintritte. Wo kein Sport stattfindet, findet sich auch kein neues Mitglied ein – so einfach ist das. Aber vermehrte Austritte bei der TSV, wie der BA am 27.11. meinte titeln zu müssen – Fehlanzeige! Neudeutsch „Fake News“ – früher Zeitungsente.

Aber die Zahlen stellen noch etwas anderes deutlich heraus: die TSV kann sich auf ihre Stammmitglieder verlassen. Dies darf man ganz ungeniert als Hochachtung und Respekt der Mitglieder für die herausragende Entwicklung des größten Vereins in Stadt und Kreis gerade in den letzten Jahren werten. Und es ist auch ein deutliches Zeichen für ein gesundes Verständnis um die Notwendigkeit, ja Unverzichtbarkeit von Solidarität, früher Vereinstreue genannt!

Somit fällt es Präsidium und Vorstand sehr leicht, allen Mitgliedern zum Ende dieses besonderen und alles andere als einfachen Jahres ganz herzlich für die erwiesene Verbundenheit zu danken. Unser Blick geht daher optimistisch nur nach Vorne – wir schaffen gemeinsam 2020 und alles, was uns danach noch erwartet!

Horst Knop

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